Exkursionen von April - November 2014

Liebe Mitglieder, liebe Gäste.
Sehr geehrte Damen und Herren.

150 Jahre wird unser Verein in diesem Jahr, wenn auch erst im Herbst. Es ist aber doch schon jetzt Anlaß, auch im Rahmen des Sommerprogramms die lange Tradition der Exkursionen zu berücksichtigen. Und so ist es kein Zufall, wenn einige Exkursionen ganz bewußt Bezug nehmen auf veröffentlichte Beobachtungsergebnisse unserer Vereinsgründer aus dem 19. Jh. und zum Ziel haben, den Wandel in der Landschaft und in der Flora direkt zu erfassen. Denn dies macht ja den besonderen Wert solcher alten Arbeiten aus, daß sie den Zustand in ihrer Zeit genau dokumentieren und so den aktuellen Beobachtungen einen Hintergrund geben, der uns eine Einschätzung des aktuellen Wandels ermöglichen. Und das betrifft ja nicht nur den überall diskutierten Klimawandel, sondern viel stärker noch den Wandel in der Landnutzung aber auch die natürliche Sukzession. Ein vor 150 Jahren dokumentiertes Offenland ist, wenn es nicht durch Nutzung weiter offen gehalten wurde, heute sicher ein Wald, eventuell schon mit der zweiten Baumgeneration. In sofern werden etliche der vorgesehenen Exkursionen dieses Jahr vermutlich sehr spannend. Aber auch die zoologischen Exkursionen, bei denen man es ohnehin mit mobileren Beobachtungsobjekten zu tun hat, werden sich oft in Gebieten mit langer Beobachtungstradition bewegen und somit den Aspekt des Wandels auch in der Fauna erfahrbar machen können. Aber auch ohne den zeitlichen Aspekt werden die Exkursionen vielseitig und interessant und hoffentlich auch viele neue TeilnehmerInnen ansprechen. Denn, wie schon im letzten Jahr formuliert, geht es auch darum, die Freude zu erfahren, die das Kennenlernen neuer Arten, also der Gewinn neuer Erkenntnisse, vermitteln kann. Der Satz Alexander von Humboldts ist gerade auch im Licht unserer Vereinstradition aktuell: „Das Gefährlichste aber ist die Weltanschauung von Menschen, die die Welt nicht anschauen.“

Allen OrganisatorInnen und ArbeitskreisleiterInnen danke ich für die Arbeit bei den Veranstaltungen. Uns allen wünsche eine ertragreiche Sommersaison.

Dr. Hans Konrad Nettmann
(Vorsitzender)

Themenbereiche:

Ag Botanik
Botanik
Nutzungskonzepte
Naturnutzungskonzepte
Ak Pilze
Pilze
Ag Insekten
Insekten
 

Programm-Heftchen 2014 (pdf 1,3 MB)
(Stand: 16.4.14)

Alle Treffpunkte als Koordinatendatei (.kml,
einzeln siehe die jew. Veranstaltungsinfo).

Hinweise zur Teilnahme an Exkursionen

 

Freitag, 25. April 2014
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Dr. Hans-Konrad Nettmann (Bremen)Dr. Josef Müller (Bremen)

Der Hasbruch ist zwar kein Urwald, aber zumindest ein alter Hudewald, der die maximale Entwaldung unserer Landschaft im 16. Jahrhundert überstanden hat. So finden sich dort Arten wie der Feuersalamander, die bei uns an Wald gebunden und damit Indikatorarten historisch alter Wälder sind. Auch die Vogelfauna umfasst klassische Waldarten wie den Mittelspecht. Die Frühjahrsblüher sollten bei geeignetem Wetter ebenfalls zum Eindruck eines nordwestdeutschen Frühlingswaldes beitragen.

Samstag, 03. Mai 2014
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Bernd Küver (Bremerhaven)

Juliusplate
Juliusplate (Foto: jowen, CC0.)

Das NSG "Juliusplate" ist ein naturnaher, tidebeeinflusster Bereich in der Marsch der unteren Weser. Zu den hier vorkommenden Lebensraumtypen gehören Außen­deichs-Grünland, Flussröhrichte, Brackwasser- und Tideröhrichte, Spülsäume, Priele und vegetationsfreie schlickige oder besandete Flusswattflächen, die im Gezeitenrhythmus trockenfallen. Die standörtliche Vielfalt dieser Lebensräume und ihre Naturnähe bestimmen den außerordentlichen Wert der Juliusplate für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Teile des nicht eingedeichten Grünlandes sind Standort für die äußerst seltene und gefährdete Schachbrettblume, die in kleinen Beständen auch auf den Weserdeicher Sänden zu finden sind.

Sonntag, 04. Mai 2014
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Hilmar Wittenberg (Nienburg/Weser)

Feuchte und formreiche Erlen-Eschenbrücher im Wechsel mit Mischforsten und Grabenrandgesellschaften sind das Ziel unserer traditionellen pilzkundlichen Fühjahrsexkursion in den Höpen bei Dörverden. Der Wald liegt im äußersten Süden des Landkreises Verden im Weser-Aller-Talsandgebiet. Kleine Schlauchpilze und große Porlinge können hier kennengelernt werden. Besonderes Augenmerk wollen wir zu dieser Jahreszeit aber auch auf die ersten auftretenden Blätterpilze, wie z. B. Vertreter der artenreichen Gattungen der Faserlinge (Psathyrella), Tintlinge (Coprinus) und Rötlinge (Entoloma) legen. Die Bestimmung dieser Arten gelingt im Feld nur bei wenigen Arten; eine mikroskopische Untersuchung ist häufig notwendig. Doch lassen sich bereits am Standort wichtige Erkenntnisse bezüglich rasch vergänglicher Merkmale oder auch Ökologie und Wuchsform gewinnen, so dass im Nachhinein schon so manch seltene Art entdeckt werden konnte.

Sonntag, 18. Mai 2014
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Hilmar Wittenberg (Nienburg/Weser), Raimund Kesel (Bremen)Jörg Albers (Tostedt)

Die Rehburger Berge erstrecken sich im Südteil des Landkreises Nienburg und im Nordteil des Landkreises Schaumburg am Südwestrand des Naturparks Steinhuder Meer. Sie sind aus Wealdensandstein (Untere Kreide) aufgebaut, der ebenso wie eingelagerte Kohlenflöze früher abgebaut wurde (aus dem Sandstein ist auch der Bremer Dom gebaut). Der Höhenzug ist mit einem stellenweise artenreichen Buchen-Fichten-Mischwald bewachsen und von großen Moor- und Niederungsgebieten umgeben und wird von vielen kleinen Bächen und Rinnsalen entwässert.

Der Bremer Botaniker und Mitbegründer des Naturwissenschaftlichen Vereins – Franz Buchenau – verbrachte 1875 seine Ferien in Bad Rehburg und veröffentlichte dann in den Abhandlungen seine Mitteilungen über die Flora von Rehburg. So beschreibt er unter vielen anderen Carlina vulgaris (Silberdistel), Corydalis cava und C. intermedia (Lerchensporn), Hypericum pulchrum (Schönes Hartheu), Hypopitys monotropha (Fichtenspargel), Melampyrum cristatum (Kamm-Wachtelweizen), Neottia nidus-avis (Vogel-Nestwurz), Pirola minor (Kleines Wintergrün) und Serratula tinctoria (Färberscharte). Um zu sehen, was sich in den 150 Jahren des Bestehens des NWV verändert hat, werden wir auch einige seiner damaligen Fundorte aufsuchen und mit heute vergleichen.

Es können darüber hinaus charakteristische Pilze des Frühjahrs-Aspekts erwartet und studiert werden, wie z. B. der mit Rosengewächsen assoziierte Schild-Rötling (Entoloma clypeatum) sowie die Hochgerippte Becherlorchel (Helvella acetabulum) und die Schwarze Rippenstiel-Lorchel (Helvella queletii), welche gerne als "Zwillinge" gemeinsam am selben Standort wachsen. Außerdem besteht die Gelegenheit, vom „Großporling“ bis hin zum „Kleinstbecherling“ die Vielfalt der holz- und streubewohnenden Pilze kennen zu lernen.

Samstag, 24. Mai 2014
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Raimund Kesel (Bremen)

Ein botanischer Fahrradausflug zu den Feuchtwiesen mit Sumpfdotterblume, Kuckucks-Lichtnelke, Wasser-Greiskraut und Sumpf-Läusekraut in den Borgfelder Wümmewiesen.

Sonntag, 25. Mai 2014
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Dr. Hans-Gerhard Kulp (Osterholz-Scharmbeck), Ortwin Vogel (Ritterhude), Ullrich Vey (Bremen-Blumenthal)

Führung durch die Ritterhuder Hammewiesen am Neugrabenfleet/Mittelkampsweg mit Erläuterungen zum Erhalt wertvoller Pflanzenbestände im artenreichen Feuchtgrünland durch ökologische Landwirtschaft.
Durch eine extensive und ökologische Grünlandbewirtschaftung, sowie Pflege von Kopfweiden und heimischen Sträuchern soll nachfolgenden Generationen vermittelt werden, wie früher eine Wiesenlandschaft in Norddeutschland mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt ausgesehen hat. Das Heu der Wiesenfläche wird vom Biolandhof Blumenthal an seine Angus - Rinder verfüttert.

Samstag, 31. Mai 2014
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Dr. Burghard Wittig (Bremen)

Vor mehr als 30 Jahren begannen Untersuchungen der Magerrasen, Magerweiden und Moore im Landkreis Verden, die bis zum heutigen Tage von demselben Bearbeiter fortgeführt werden. Den Landschafts- und Vegetationswandel sowie die Bemühungen, das Vorhandene zu bewahren, werden wir so aus erster Hand gezeigt bekommen, dabei auch Wald-Läuse­kraut, Floh-Segge und Geflecktes Knabenkraut. In den erhaltenen Moor- und Feuchtheide­resten des Hühnermoores wachsen Moorlilie, Erika, Lungenenzian und verschiedene Torf­moose. Das hierher gehörende Torfmoos-Knabenkraut kann zum Abschluss an anderem Ort noch aufgesucht werden.

Sonntag, 01. Juni 2014
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Ullrich Vey (Bremen-Blumenthal)

Führung durch das Naturschutzgebiet Hammersbecker Wiesen mit Erläuterungen zum Erhalt wertvoller Pflanzenbestände im artenreichen Feuchtgrünland durch extensive Landwirschaft. Anschließend Grillaktion mit Verkostung von Produkten aus ökologischer Tierhaltung.

Samstag, 14. Juni 2014
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Winfried Grenzheuser (Rheine)

Orchidee
Orchis mascula (Foto: Orchi, CC-BY-SA-3.0.)

Als südöstlicher Ausläufer des Thieberges bildet der Waldhügel mit 94 m ü. NN die höchste Erhebung im Stadtgebiet von Rheine. Versteinerte Muscheln, Schnecken, Ammoniten und Seeigel in den Aufschlüssen des Steinbruchs weisen darauf hin, dass es sich bei den Kalkschichten um Meeresablagerungen der Unter- und Oberkreide handelt. Geologisch genauer betrachtet besteht der Waldhügel aus Cenomankalk über Cenomanpläner mit eingelagerten Mergelschichten. Die hier zutage tretenden Kreideschichten sind ein begehrter Rohstoff für die Kalkindustrie, dessen Geschichte an dieser Stelle bis in das 14. Jahrhundert zurückgeht. Im Norden des Gebietes ist der Kalkabbau bereits abgeschlossen. Ursprünglich beabsichtigte die Stadt Rheine, die Abbauflächen vollständig mit Boden und Bauschutt zu verfüllen. Auf den nicht genutzten Abbausohlen entwickelten sich jedoch im Laufe der Zeit ökologisch wertvolle Trockenrasenkomplexe, sodass 1994 dieses Gebiet dann zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Das Gebiet Waldhügel verdeutlicht eindrucksvoll den Naturschutzkonflikt zwischen Kalkabbau, Abfallbeseitigung und Naturschutz.
Heute stellt der Waldhügel ein Mosaik dar aus relativ naturnahen und wenig beeinflussten Bereichen mit Waldmeister-Buchenwald, Orchideen-Buchenwald, Eichen-Hainbuchenwald und extensivem Grünland, und abgebauten und zunächst sich selbst überlassenen Kalkstandorten, die von der Natur zurückerobert wurden und Sekundärbiotope darstellen wie stillgelegte Kalksteinbrüche mit Pionier- und Ruderalgesellschaften, Kalk-Halbtrockenrasen und Abgrabungsseen. Von den hier vorkommenden 918 Pflanzenarten sind 55 in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Dazu gehören u.a. Bienen- und Fliegen-Ragwurz (Ophris apifera, O. insectifera), Kuckucks-Knabenkraut (Orchis mascula), Fransen-Enzian (Gentiana ciliata), Kleine Eberwurz (Carlina vulgaris), Silge (Silaum silaus), Tauben-Scabiose (Scabiosa columbria), mindestens 9 Rosen-Arten, z.B. die Apfel-Rose (Rosa villosa), sowie eine Reihe von selten gewordenen Ackerwildkräutern.

Sonntag, 15. Juni 2014
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Dr. Heinrich Fliedner (Bremen)

Sonntag, 22. Juni 2014
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Heinrich Kuhbier (Bremen)

Stadtwanderung entlang von Vorgärten, Rinnsteinen, Verkehrsinseln und Brachflächen im Steintor-Quartier mit Hinweisen zur Quartiersgeschichte.

Sonntag, 20. Juli 2014
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Raimund Kesel (Bremen)Prof. Dr. Burkhard Scharf (Bremen), Dorothee Lehmann (Osterholz-Scharmbeck)

Die lehmig-sandigen, südexponierten Weserhänge bei Achim Baden bilden den Südwestrand der Stade-Verdener Geest. Wegen ihrer Artenvielfalt und vieler Wärme liebender Raritäten waren sie bereits vor 100 Jahren ein von Botanikern und Entomologen häufig besuchtes Gebiet. Zahlreiche seltene Pflanzen von hier wurden damals von F. Buchenau in der Flora von Bremen verzeichnet. H. Höppner und J. D. Alfken verzeichneten um 1900 für Achim-Baden und Achim-Uesen 200 verschiedene Wildbienenarten. Für viele Arten waren die Badener Berge der einzige bzw. einer von ganz wenigen Fundorten in Nordwestdeutschland, der ihnen die artspezifischen Lebensgrundlagen bot.
So finden sich Pflanzen wie Odermennig, Skabiosen-Flockenblume, Heidenelke, Echtes Labkraut, Sand-Thymian und Hauhechel. Bei gutem Wetter werden wir sicherlich Hosenbienen, Seidenbienen, Wollbienen, Mörtelbienen, Hummeln, Streifenwanzen, Schwebfliegen und vielleicht den Pinselkäfer oder den Kleinen Tatzenkäfer auffinden. Und in den Gewässern am Hangfuß leben Muschelkrebse (Ostracoden).

Sonntag, 20. Juli 2014
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Henrich Klugkist (Bremen)

Das extensiv genutzte Grünland und die Gräben sind interessante Lebensräume von Libellen, Heuschrecken und anderen Kleintieren. Diese sollen bei der Exkursion betrachtet werden.
Anschließend besteht Gelegenheit für Kaffee und Kuchen auf dem Hof.

Sonntag, 27. Juli 2014
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Traute Fliedner (Bremen)

Spinnen auf dem Gelände der Ökologiestation.

  • Treffpunkt: 11:00 Uhr - 12:30 Uhr. Ökologiestation, Hofmeierhaus.
  • gemeinsam mit dem BUND und der Bürgerinitiative zur Rettung des Hollerlandes
  • Dauer: ca. 2 Stunden
Sonntag, 27. Juli 2014
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Henrich Klugkist (Bremen)

Flowering heath
Grüne Mosaikjungfer, Eiablage auf Krebsscheren (Foto: Aiwok, CC-BY-SA-3.0).

Das Hollerland ist einer der wichtigsten Lebensräume der Grünen Mosaikjungfer (Aeshna viridis) in Norddeutschland. Daneben gibt es weitere Libellen und auch Heuschrecken zu sehen, die den besonderen Wert dieses Naturschutzgebietes beweisen. (Gemeinsam mit dem BUND und der Bürgerinitiative zur Rettung des Hollerlandes)

  • Treffpunkt: 15:00 Uhr - 17:00 Uhr. Hollerland.
  • gemeinsam mit dem Verein Ökologiestation
  • Dauer: bis ca. 12.30 Uhr
Sonntag, 03. August 2014
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Henrich Klugkist (Bremen)

Libellen und Heuschrecken auf dem Gelände der Ökologiestation.

Sonntag, 10. August 2014
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Henrich Klugkist (Bremen)

Heuschreckenexkursion in der Umgebung von Rotenburg/Wümme. (Gemeinsam mit dem NaBu Rotenburg)

  • Treffpunkt: 14:30 Uhr - 17:00 Uhr. Eversen (Ahausen).
  • Gemeinsam mit dem Nabu Rotenburg
  • Dauer: bis ca. 17 Uhr
Samstag, 06. September 2014
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Dr. Josef Müller (Bremen)

Anknüpfend an die Hafenexkursion im Spätsommer des letzten Jahres setzen wir unseren floristischen Streifzug mit Schwerpunkt der Hafenrandgebiete mit einem 2-3 stündigen Spaziergang fort.
Ungenutzte Offenflächen entlang der Wege an den Industriehäfen beherbergen immer noch Reste ursprünglicher Hafenflora (mit Neuankömmlingen aus fernen Ländern), während zentrale Hafenareale mit dem Bau der Überseestadt ihre floristische Diversität zunehmend verlieren. Gelbweißes Scheinruhrkraut, Liebesgräser, Sporn- und Kokardenblume, Felsennelke, Grausenf und Durchwachsenblättriges Gipskraut säumen die Wegränder. Nach Straßen-Gänsefuß und dem jüngsten Neubürger aus Nord-Amerika (erstmals im Gebiet) kann abschließend gesucht werden.

Sonntag, 21. September 2014
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Hilmar Wittenberg (Nienburg/Weser), Bernt Grauwinkel (Berne)

Die steil abfallende Nordseite des Böhmetals stellt landschaftlich eine Besonderheit im Nordwestdeutschen Tiefland dar. Sie ist größtenteils mit altem Buchenmischwald bestanden. Im Tal umrahmt ein strukturreicher, feuchtnasser Schwarzerlen-Weidenauwald zusammen mit Feuchtwiesen saumartig den Fluss. Wir wollen bei unserer Exkursion sowohl die Pilzflora des alten Hangwaldes mit einigen südexponierten Geländekanten als auch die des feuchten Talbereichs erfassen. Im vergangenen August war uns wegen der Sommerhitze nur ein kleiner, aber feiner Pilzaspekt dieses Waldes vergönnt. Der Schwerpunkt soll in diesem Jahr auf den Mykorrhizapilzen liegen, wie etwa den artenreichen Gattungen der Risspilze (Inocybe sp.), Milchlinge (Lactarius), Schleierlinge (Cortinarius) und Röhrlinge (Boletales s. l.) liegen. Aber manchmal überrascht uns auch etwas ganz anderes!

Sonntag, 09. November 2014
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Bernt Grauwinkel (Berne)

Nachdem wir auf unserer letztjährigen Frühjahrsexkursion gleich mehrere für Niedersachsen neue Pilzarten gefunden haben, wollen wir nun auch den Herbstaspekt dieses alt- und totholzreichen und ziemlich feuchten Waldes kennen lernen. Ein hoher Eichen-Anteil und sehr alte Ilex-Bestände zeichnen diesen „Historisch alten Wald“ aus. Für die Freunde holzbesiedelnder Pilze gibt es vom imposanten Großporling bis hin zu winzigen, kaum millimetergroßen Ascomyceten gewiss eine Menge zu entdecken. Einige seltene Dachpilze (Pluteus) gilt es auch zu entdecken und vielleicht erfreut uns ja auch mal wieder ein Sonnen-Täubling (Russula solaris), ebenfalls ein Bewohner dieses Waldtyps.

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