Exkursionen von April - November 2014

Liebe Mitglieder, liebe Gäste.
Sehr geehrte Damen und Herren.

150 Jahre wird unser Verein in diesem Jahr, wenn auch erst im Herbst. Es ist aber doch schon jetzt Anlaß, auch im Rahmen des Sommerprogramms die lange Tradition der Exkursionen zu berücksichtigen. Und so ist es kein Zufall, wenn einige Exkursionen ganz bewußt Bezug nehmen auf veröffentlichte Beobachtungsergebnisse unserer Vereinsgründer aus dem 19. Jh. und zum Ziel haben, den Wandel in der Landschaft und in der Flora direkt zu erfassen. Denn dies macht ja den besonderen Wert solcher alten Arbeiten aus, daß sie den Zustand in ihrer Zeit genau dokumentieren und so den aktuellen Beobachtungen einen Hintergrund geben, der uns eine Einschätzung des aktuellen Wandels ermöglichen. Und das betrifft ja nicht nur den überall diskutierten Klimawandel, sondern viel stärker noch den Wandel in der Landnutzung aber auch die natürliche Sukzession. Ein vor 150 Jahren dokumentiertes Offenland ist, wenn es nicht durch Nutzung weiter offen gehalten wurde, heute sicher ein Wald, eventuell schon mit der zweiten Baumgeneration. In sofern werden etliche der vorgesehenen Exkursionen dieses Jahr vermutlich sehr spannend. Aber auch die zoologischen Exkursionen, bei denen man es ohnehin mit mobileren Beobachtungsobjekten zu tun hat, werden sich oft in Gebieten mit langer Beobachtungstradition bewegen und somit den Aspekt des Wandels auch in der Fauna erfahrbar machen können. Aber auch ohne den zeitlichen Aspekt werden die Exkursionen vielseitig und interessant und hoffentlich auch viele neue TeilnehmerInnen ansprechen. Denn, wie schon im letzten Jahr formuliert, geht es auch darum, die Freude zu erfahren, die das Kennenlernen neuer Arten, also der Gewinn neuer Erkenntnisse, vermitteln kann. Der Satz Alexander von Humboldts ist gerade auch im Licht unserer Vereinstradition aktuell: „Das Gefährlichste aber ist die Weltanschauung von Menschen, die die Welt nicht anschauen.“

Allen OrganisatorInnen und ArbeitskreisleiterInnen danke ich für die Arbeit bei den Veranstaltungen. Uns allen wünsche eine ertragreiche Sommersaison.

Dr. Hans Konrad Nettmann
(Vorsitzender)

Themenbereiche:

Ag Botanik
Botanik
Nutzungskonzepte
Naturnutzungskonzepte
Ak Pilze
Pilze
Ag Insekten
Insekten
 

Programm-Heftchen 2014 (pdf 1,3 MB)
(Stand: 16.4.14)

Alle Treffpunkte als Koordinatendatei (.kml,
einzeln siehe die jew. Veranstaltungsinfo).

Hinweise zur Teilnahme an Exkursionen

 

Botanische Arbeitsgemeinschaft

Botanische Arbeitsgemeinschaft


Leiter: Dipl.-Biol. Raimund Kesel
Tel.: 0421-3398403
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Fr., 25.04.2014
Dr. Hans-Konrad Nettmann (Bremen)Dr. Josef Müller (Bremen)
Der Hasbruch – botanisch und zoologisch

Der Hasbruch ist zwar kein Urwald, aber zumindest ein alter Hudewald, der die maximale Entwaldung unserer Landschaft im 16. Jahrhundert überstanden hat. So finden sich dort Arten wie der Feuersalamander, die bei uns an Wald gebunden und damit Indikatorarten historisch alter Wälder sind. Auch die Vogelfauna umfasst klassische Waldarten wie den Mittelspecht. Die Frühjahrsblüher sollten bei geeignetem Wetter ebenfalls zum Eindruck eines nordwestdeutschen Frühlingswaldes beitragen.

Treffpunkt: 17:00 Uhr, Hasbruch, Forsthaus (Hude).

Sa., 03.05.2014
Bernd Küver (Bremerhaven)
Schachbrettblumen und Außendeichsvegetation auf der Juliusplate und den Weserdeicher Sänden

Juliusplate
Juliusplate (Foto: jowen, CC0.)

Das NSG "Juliusplate" ist ein naturnaher, tidebeeinflusster Bereich in der Marsch der unteren Weser. Zu den hier vorkommenden Lebensraumtypen gehören Außen­deichs-Grünland, Flussröhrichte, Brackwasser- und Tideröhrichte, Spülsäume, Priele und vegetationsfreie schlickige oder besandete Flusswattflächen, die im Gezeitenrhythmus trockenfallen. Die standörtliche Vielfalt dieser Lebensräume und ihre Naturnähe bestimmen den außerordentlichen Wert der Juliusplate für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Teile des nicht eingedeichten Grünlandes sind Standort für die äußerst seltene und gefährdete Schachbrettblume, die in kleinen Beständen auch auf den Weserdeicher Sänden zu finden sind.

Treffpunkt: 10:15 Uhr, Fähre Farge (Oldenburger Seite) - Juliusplate (Berne ).

So., 18.05.2014
Hilmar Wittenberg (Nienburg/Weser), Dipl.-Biol. Raimund Kesel (Bremen)Jörg Albers (Tostedt)
Die Pflanzen und Pilze der Rehburger Berge – Auf den Spuren von Franz Buchenau (1876-1884)

Die Rehburger Berge erstrecken sich im Südteil des Landkreises Nienburg und im Nordteil des Landkreises Schaumburg am Südwestrand des Naturparks Steinhuder Meer. Sie sind aus Wealdensandstein (Untere Kreide) aufgebaut, der ebenso wie eingelagerte Kohlenflöze früher abgebaut wurde (aus dem Sandstein ist auch der Bremer Dom gebaut). Der Höhenzug ist mit einem stellenweise artenreichen Buchen-Fichten-Mischwald bewachsen und von großen Moor- und Niederungsgebieten umgeben und wird von vielen kleinen Bächen und Rinnsalen entwässert.

Der Bremer Botaniker und Mitbegründer des Naturwissenschaftlichen Vereins – Franz Buchenau – verbrachte 1875 seine Ferien in Bad Rehburg und veröffentlichte dann in den Abhandlungen seine Mitteilungen über die Flora von Rehburg. So beschreibt er unter vielen anderen Carlina vulgaris (Silberdistel), Corydalis cava und C. intermedia (Lerchensporn), Hypericum pulchrum (Schönes Hartheu), Hypopitys monotropha (Fichtenspargel), Melampyrum cristatum (Kamm-Wachtelweizen), Neottia nidus-avis (Vogel-Nestwurz), Pirola minor (Kleines Wintergrün) und Serratula tinctoria (Färberscharte). Um zu sehen, was sich in den 150 Jahren des Bestehens des NWV verändert hat, werden wir auch einige seiner damaligen Fundorte aufsuchen und mit heute vergleichen.

Es können darüber hinaus charakteristische Pilze des Frühjahrs-Aspekts erwartet und studiert werden, wie z. B. der mit Rosengewächsen assoziierte Schild-Rötling (Entoloma clypeatum) sowie die Hochgerippte Becherlorchel (Helvella acetabulum) und die Schwarze Rippenstiel-Lorchel (Helvella queletii), welche gerne als "Zwillinge" gemeinsam am selben Standort wachsen. Außerdem besteht die Gelegenheit, vom „Großporling“ bis hin zum „Kleinstbecherling“ die Vielfalt der holz- und streubewohnenden Pilze kennen zu lernen.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Rehburger Berge (Bad Rehburg).

Sa., 24.05.2014
Dipl.-Biol. Raimund Kesel (Bremen)
Wo die Vielfalt zu Hause ist – Die Feuchtwiesen der Borgfelder Wümmewiesen und ihre Pflanzenwelt.

Ein botanischer Fahrradausflug zu den Feuchtwiesen mit Sumpfdotterblume, Kuckucks-Lichtnelke, Wasser-Greiskraut und Sumpf-Läusekraut in den Borgfelder Wümmewiesen.

Treffpunkt: 14:00 Uhr, Kirche in Borgfeld (Bremen).

Sa., 31.05.2014
Dr. Burghard Wittig (Bremen)
Vegetation der Magerweiden und Moore im Landkreis Verden

Vor mehr als 30 Jahren begannen Untersuchungen der Magerrasen, Magerweiden und Moore im Landkreis Verden, die bis zum heutigen Tage von demselben Bearbeiter fortgeführt werden. Den Landschafts- und Vegetationswandel sowie die Bemühungen, das Vorhandene zu bewahren, werden wir so aus erster Hand gezeigt bekommen, dabei auch Wald-Läuse­kraut, Floh-Segge und Geflecktes Knabenkraut. In den erhaltenen Moor- und Feuchtheide­resten des Hühnermoores wachsen Moorlilie, Erika, Lungenenzian und verschiedene Torf­moose. Das hierher gehörende Torfmoos-Knabenkraut kann zum Abschluss an anderem Ort noch aufgesucht werden.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Parkplatz der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ). (Verden).

Sa., 07.06.2014
Bernd Küver (Bremerhaven)
Die Geeste von Geestequelle bis Geestemünde– Eine Fahrradexkursion auf den Spuren von Buchenau & Poppe (1867)

Bäche und Flüsse sind die Lebensadern unserer Landschaft. Eine solche ist die Geeste, die sich anfangs als Kies geprägter Tieflandbach durch die Landkreise Rotenburg/ Wümme und Cuxhaven schlängelt. Nach rund 40 Kilometern mündet sie als letzter Nebenfluss der Weser als breites Marschgewässer in die Unterweser. Die ehemals moorreiche Niederung zeichnet sich heute durch Wiesen und Weiden, Moorbirkenwälder, Stillgewässer sowie sandige, bewaldete Geestinseln in einer weiträumig noch wenig zerschnittenen Landschaft aus. Durch diese Vielfalt ist die Geesteniederung Heimat für eine große Zahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, wie z. B. für Seeadler, Fischotter, Meerforelle, Kranich und Teichfledermaus, und für Pflanzen wie Orchideen und Mariengras. Am Pfingstwochenende 1867 hatte Buche­nau zusammen mit Poppe eine botanische Rundreise unternommen, die auch entlang der Geeste führte. Vielleicht lässt sich noch was finden von dem, was er damals beschrieb.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Bahnhof Geestenseth (Schiffdorf).

Sa., 14.06.2014
Winfried Grenzheuser (Rheine)
Die Kalkflora des NSG Waldhügel bei Rheine

Orchidee
Orchis mascula (Foto: Orchi, CC-BY-SA-3.0.)

Als südöstlicher Ausläufer des Thieberges bildet der Waldhügel mit 94 m ü. NN die höchste Erhebung im Stadtgebiet von Rheine. Versteinerte Muscheln, Schnecken, Ammoniten und Seeigel in den Aufschlüssen des Steinbruchs weisen darauf hin, dass es sich bei den Kalkschichten um Meeresablagerungen der Unter- und Oberkreide handelt. Geologisch genauer betrachtet besteht der Waldhügel aus Cenomankalk über Cenomanpläner mit eingelagerten Mergelschichten. Die hier zutage tretenden Kreideschichten sind ein begehrter Rohstoff für die Kalkindustrie, dessen Geschichte an dieser Stelle bis in das 14. Jahrhundert zurückgeht. Im Norden des Gebietes ist der Kalkabbau bereits abgeschlossen. Ursprünglich beabsichtigte die Stadt Rheine, die Abbauflächen vollständig mit Boden und Bauschutt zu verfüllen. Auf den nicht genutzten Abbausohlen entwickelten sich jedoch im Laufe der Zeit ökologisch wertvolle Trockenrasenkomplexe, sodass 1994 dieses Gebiet dann zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Das Gebiet Waldhügel verdeutlicht eindrucksvoll den Naturschutzkonflikt zwischen Kalkabbau, Abfallbeseitigung und Naturschutz.
Heute stellt der Waldhügel ein Mosaik dar aus relativ naturnahen und wenig beeinflussten Bereichen mit Waldmeister-Buchenwald, Orchideen-Buchenwald, Eichen-Hainbuchenwald und extensivem Grünland, und abgebauten und zunächst sich selbst überlassenen Kalkstandorten, die von der Natur zurückerobert wurden und Sekundärbiotope darstellen wie stillgelegte Kalksteinbrüche mit Pionier- und Ruderalgesellschaften, Kalk-Halbtrockenrasen und Abgrabungsseen. Von den hier vorkommenden 918 Pflanzenarten sind 55 in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Dazu gehören u.a. Bienen- und Fliegen-Ragwurz (Ophris apifera, O. insectifera), Kuckucks-Knabenkraut (Orchis mascula), Fransen-Enzian (Gentiana ciliata), Kleine Eberwurz (Carlina vulgaris), Silge (Silaum silaus), Tauben-Scabiose (Scabiosa columbria), mindestens 9 Rosen-Arten, z.B. die Apfel-Rose (Rosa villosa), sowie eine Reihe von selten gewordenen Ackerwildkräutern.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, NSG Waldhügel bei Rheine (Rheine).

So., 22.06.2014
Heinrich Kuhbier (Bremen)
Botanische Stadtwanderung entlang der Humboldtstraße

Stadtwanderung entlang von Vorgärten, Rinnsteinen, Verkehrsinseln und Brachflächen im Steintor-Quartier mit Hinweisen zur Quartiersgeschichte.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Stadtwanderung (Humboldtstraße) (Bremen-Ostertor).

So., 29.06.2014
Peter Krauß (Bremen-Leuchtenburg)Ullrich Vey (Bremen-Blumenthal)
Das Schönebecker Auetal von der Mündung Richtung Schloss zur Waldgaststätte Brunnenhof oder Bruns Garten.

Wanderung durch das Schönebecker Auetal vorbei an Wohnhaus und Wirkungsstätte der Worpsweder Maler Fritz und Hermine Overbeck. Erläuterungen zur Renaturierung der Aue und zum Erhalt wertvoller Pflanzenbestände im artenreichen Feuchtgrünland durch extensive ökologische Bewirtschaftung. Anschließend Einkehrmöglichkeit zur Waldgaststätte Brunnenhof oder Bruns Garten.

Treffpunkt: 11:00 Uhr, Haven Höövt (Schönebecker Auetal) (Bremen-Vegesack).

Sa., 05.07.2014
Heinrich Kuhbier (Bremen), Dr. Klaus Rautmann (Bremen)
Die sprechenden Bäume im Menke Park und die Grotte des Gustav Woldemar Focke im Holdheim Park an der Apfelallee

Der ca. 3,4 ha große Menke Park ist der unbebaut gebliebene Bereich des ehemaligen Guts Landruhe, das bereits schon im 13. Jahrhundert Erwähnung findet. Der Kaufmann und Kapitän Carl Philipp Cassel ließ den Park um 1800 anlegen.
Er wurde 1994 als Menke Park – benannt nach den letzten Eigentümern des Anwesens – vom Gartenbauamt Bremen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit Juni 2001 ist dort ein in Deutschland bisher einmaliges Baumerlebnisfeld zu entdecken. Ein schön gestalteter baumbiografischer Erlebnispfad führt uns in die Geheimnisse der Körpersprache der Bäume ein. Die lehrreichen Tafeln erklären, warum Bäume verdrehte Kronen, ineinandergeschlungene Äste oder Beulen haben. Der heutige Holdheim-Park wurde ebenfalls vor 200 Jahren angelegt. Der damalige Bremer Senator Johann F. Abegg ließ im Jahre 1810, um auch die an seine Villa („holdes Heim“) anliegende Wiesenlandschaft anspruchsvoll zu gestalten, den Park von Isaak Albert Altmann (Umgestalter der Wallanlagen) nach dem Vorbild eines englischen Landschaftsgartens umgestalten. Die Zuwegung von der heutigen Oberneulander Heerstraße wurde mit Obstbäumen bepflanzt, wodurch die heutige Apfelallee entstand. Im Jahre 1869 kaufte Dr. Gustav Woldemar Focke das Anwesen und ließ fünf Jahre später die „Grotte“ bauen, eine mit seltenen Pflanzen bepflanzte Trockenmauer aus Feldstein in einem Erdwall, die mit Glasschlacken und Tropfstein ausgestattet ist.
Im Zuge der Sanierung (2007 bis 2008) wurde besonderen Wert darauf gelegt, den ursprünglichen Parkzustand von 1912 beizubehalten, so auch die historische Erhebung mit der „Grotte“. Einzelne Bäume des heutige Pflanzen- und Baumbestands stammen noch aus den Parkanfängen. Die Bepflanzung weist u. a. Rhododendren, Eichen, Edelkastanien, Haselnüsse und Stauden auf. Die Altbäume dienen heute vielen Tieren, wie den Fledermäusen, den Abendseglern oder den Eremiten-Käfern als Lebensraum.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Menkepark (Leher Heerstraße) (Bremen).

So., 20.07.2014
Dipl.-Biol. Raimund Kesel (Bremen)Prof. Dr. Burkhard Scharf (Bremen), Dorothee Lehmann (Osterholz-Scharmbeck)
Flora und Fauna am Badener Weserhang

Die lehmig-sandigen, südexponierten Weserhänge bei Achim Baden bilden den Südwestrand der Stade-Verdener Geest. Wegen ihrer Artenvielfalt und vieler Wärme liebender Raritäten waren sie bereits vor 100 Jahren ein von Botanikern und Entomologen häufig besuchtes Gebiet. Zahlreiche seltene Pflanzen von hier wurden damals von F. Buchenau in der Flora von Bremen verzeichnet. H. Höppner und J. D. Alfken verzeichneten um 1900 für Achim-Baden und Achim-Uesen 200 verschiedene Wildbienenarten. Für viele Arten waren die Badener Berge der einzige bzw. einer von ganz wenigen Fundorten in Nordwestdeutschland, der ihnen die artspezifischen Lebensgrundlagen bot.
So finden sich Pflanzen wie Odermennig, Skabiosen-Flockenblume, Heidenelke, Echtes Labkraut, Sand-Thymian und Hauhechel. Bei gutem Wetter werden wir sicherlich Hosenbienen, Seidenbienen, Wollbienen, Mörtelbienen, Hummeln, Streifenwanzen, Schwebfliegen und vielleicht den Pinselkäfer oder den Kleinen Tatzenkäfer auffinden. Und in den Gewässern am Hangfuß leben Muschelkrebse (Ostracoden).

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Mündung der Alten Aller in die Weser. (Achim).

Sa., 06.09.2014
Dr. Josef Müller (Bremen)
Ruderalflora der Hafenrandgebiete

Anknüpfend an die Hafenexkursion im Spätsommer des letzten Jahres setzen wir unseren floristischen Streifzug mit Schwerpunkt der Hafenrandgebiete mit einem 2-3 stündigen Spaziergang fort.
Ungenutzte Offenflächen entlang der Wege an den Industriehäfen beherbergen immer noch Reste ursprünglicher Hafenflora (mit Neuankömmlingen aus fernen Ländern), während zentrale Hafenareale mit dem Bau der Überseestadt ihre floristische Diversität zunehmend verlieren. Gelbweißes Scheinruhrkraut, Liebesgräser, Sporn- und Kokardenblume, Felsennelke, Grausenf und Durchwachsenblättriges Gipskraut säumen die Wegränder. Nach Straßen-Gänsefuß und dem jüngsten Neubürger aus Nord-Amerika (erstmals im Gebiet) kann abschließend gesucht werden.

Treffpunkt: 14:00 Uhr, Bremer Hafen, „Waterfront“ (Bremen).

Naturnutzungskonzepte

Naturnutzungskonzepte

Biotopmanagement, Landbewirtschaftung, Naturschutzökonomie, ...


So., 25.05.2014
Dr. Hans-Gerhard Kulp (Osterholz-Scharmbeck), Ortwin Vogel (Ritterhude), Ullrich Vey (Bremen-Blumenthal)
Artenreiche Wiesenlandschaft in den Ritterhuder Hammewiesen am Neugrabenfleet/ Mittelkampsweg

Führung durch die Ritterhuder Hammewiesen am Neugrabenfleet/Mittelkampsweg mit Erläuterungen zum Erhalt wertvoller Pflanzenbestände im artenreichen Feuchtgrünland durch ökologische Landwirtschaft.
Durch eine extensive und ökologische Grünlandbewirtschaftung, sowie Pflege von Kopfweiden und heimischen Sträuchern soll nachfolgenden Generationen vermittelt werden, wie früher eine Wiesenlandschaft in Norddeutschland mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt ausgesehen hat. Das Heu der Wiesenfläche wird vom Biolandhof Blumenthal an seine Angus - Rinder verfüttert.

Treffpunkt: 11:00 Uhr, Ritterhuder Hammewiesen (Ritterhude).

So., 01.06.2014
Ullrich Vey (Bremen-Blumenthal)
Knabenkraut, Klappertopf, Aurorafalter & Co im Naturschutzgebiet Hammersbecker Wiesen

Führung durch das Naturschutzgebiet Hammersbecker Wiesen mit Erläuterungen zum Erhalt wertvoller Pflanzenbestände im artenreichen Feuchtgrünland durch extensive Landwirschaft. Anschließend Grillaktion mit Verkostung von Produkten aus ökologischer Tierhaltung.

Treffpunkt: 11:00 Uhr, Hammersbecker Wiesen (Parkplatz Kleingarten Becketal) (Bremen-Aumund).

So., 14.09.2014
Prof. Dr. Hermann Cordes (Bremen), Andreas Nagler (Bremen), Henrich Klugkist (Bremen)
Lungenenzian – Sonnentau – Berg-Sandglöckchen – Insekten und Amphibien. Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Eispohl/Sandwehen und ökologische Tierhaltung.

Flowering heath
Düne im NSG Eispohl/Sandwehen (Foto: XenonX3, CC0 1.0.)

Neben Arten der Sandrasen und trockenen Heiden wie z. B. Silbergras, Berg-Sandglöck­chen, Sand-Segge, Behaarter Ginster, Besenheide wird die Vegetation der Feucht- und Moorheiden u. a. mit Lungen-Enzian, Mittlerem und Rundblättrigem Sonnentau, Weißem Schnabelried, Hirsen-Segge und Rasiger Haarsimse zu bestaunen sein. Außerdem geht es um Insekten und Amphibien der Sandheiden und Kleingewässer. Anschließend Grillaktion mit Verkostung von Produkten aus ökologischer Tierhaltung des Bioland-Hofes Blumenthal-Vey (Wegen Planung kurze Anmeldung dafür erwünscht.)

Treffpunkt: 11:00 Uhr, Eispohl, Parkplatz Neunrönnebecker TV (Bremen-Blumenthal).

Arbeitsgemeinschaft Insektenkunde

Arbeitsgemeinschaft Insektenkunde


Leiter: Dipl. Biologe Henrich Klugkist
Tel: 0421-361-6660 dienstl., 0421-494806 privat


So., 15.06.2014
Dr. Heinrich Fliedner (Bremen)
Luftikusse - Frühjahrslibellen auf der Ökologiestation

Treffpunkt: 11:00 Uhr, Ökologiestation, Hofmeierhaus (Bremen-Schönebeck).

So., 20.07.2014
Henrich Klugkist (Bremen)
Insektenkundliche Führung auf Flächen des Hofes Bavendamm in der Waller Feldmark

Das extensiv genutzte Grünland und die Gräben sind interessante Lebensräume von Libellen, Heuschrecken und anderen Kleintieren. Diese sollen bei der Exkursion betrachtet werden.
Anschließend besteht Gelegenheit für Kaffee und Kuchen auf dem Hof.

Treffpunkt: 14:30 Uhr, Hof Bavendamm (Waller Feldmark, Blockland) (Bremen-Walle).

So., 27.07.2014
Traute Fliedner (Bremen)
Leben am seidenen Faden – spannende Spinnen

Spinnen auf dem Gelände der Ökologiestation.

Treffpunkt: 11:00 Uhr, Ökologiestation, Hofmeierhaus (Bremen-Schönebeck).

So., 27.07.2014
Henrich Klugkist (Bremen)
Libellen und Heuschrecken im Hollerland *

Flowering heath
Grüne Mosaikjungfer, Eiablage auf Krebsscheren (Foto: Aiwok, CC-BY-SA-3.0).

Das Hollerland ist einer der wichtigsten Lebensräume der Grünen Mosaikjungfer (Aeshna viridis) in Norddeutschland. Daneben gibt es weitere Libellen und auch Heuschrecken zu sehen, die den besonderen Wert dieses Naturschutzgebietes beweisen. (Gemeinsam mit dem BUND und der Bürgerinitiative zur Rettung des Hollerlandes)

Treffpunkt: 15:00 Uhr, Ecke Kuhgrabenweg/Hochschulring (Hollerland) (Bremen).

So., 03.08.2014
Henrich Klugkist (Bremen)
Weitsprung-Virtuosen, Teufelsnadeln, Drachenfliegen - Sommer in der Ökologiestation.

Libellen und Heuschrecken auf dem Gelände der Ökologiestation.

Treffpunkt: 11:00 Uhr, Ökologiestation, Hofmeierhaus (Bremen-Schönebeck).