Arbeitskreis Pilzkunde

Arbeitskreis Pilzkunde


Leiter: Jörg Albers
Tel.: 04182 - 289982
» mehr

Datum Titel Veranstaltungsort Stadt
So., 01.05.2016
Jörg Albers (Tostedt)
Was zeigt sich schon im Frühjahr? – Pilzkundliche Wanderung in die Waldungen bei Burgsittensen (Land

Ein alter formenreicher Laubmischwald zwischen Bremen und Hamburg ist das Ziel unserer traditionellen pilzkundlichen Frühjahrsexkursion. Dominiert wird er von Eiche und Buche, eingesprengt sind Hainbuche, Birke, aber auch Fichte, Wald-Kiefer und Weißtanne. Sowohl holzbewohnende Großporlinge als auch winzig kleine streubewohnende Schlauchpilze können hier kennengelernt werden. Besonderes Augenmerk wollen wir zu dieser Jahreszeit aber auch auf die ersten auftretenden Blätterpilze, wie z. B. Vertreter der artenreichen Gattungen der Faserlinge (Psathyrella), Tintlinge (Coprinus) und Rötlinge (Entoloma) legen. Die Bestimmung dieser Arten gelingt im Feld meist nur bei wenigen Arten; eine mikroskopische Untersuchung ist häufig notwendig. Doch lassen sich bereits am Standort wichtige Erkenntnisse bezüglich rasch vergänglicher Merkmale oder auch Ökologie und Wuchsform gewinnen, so dass im Nachhinein schon so manch seltene Art entdeckt werden konnte.
Rückkehr: am Nachmittag.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Waldungen / Burgsittensen (Burgsittensen);

Burgsittensen, Parkplatz am Tister Bauernmoor. – Anreise über A7 bis Sittensen. Im Ort Richtung Tostedt abbiegen und auf der Kreisstraße bis Burgsittensen zum Parkplatz direkt hinter der Doppelkurve fahren.

Dauer: Rückkehr am Nachmittag
So., 07.08.2016
Bernt Grauwinkel (Berne)
Sommerliche Pilzaspekte am Rande der Hunteniederung bei Hude (Landkreis Wesermarsch)

Der westliche Bereich des Reiherholzes grenzt an den Einflussbereich der Hunteniederung und ist mykologisch bislang fast völlig unerforscht geblieben. Dieses wollen wir nun nachholen. In der näheren und weiteren Umgebung soll dabei neben „klassischen“ wärmeliebenden Mykorrhizapilzen wie etwa Täublingen (Russula) oder Risspilzen (Inocybe) auch gründlich nach kleineren und unscheinbaren Asco- und Basidiomyceten gesucht werden.
Rückkehr: am Nachmittag.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Hunteniederung / Klosterruine Hude (Hude);

Parkplatz vor der Klosterruine Hude. – Anreise über die A 28 bis Ausfahrt 18 (Hude), über Vielstedter Straße bis Hude/Parkstraße und hier links und nach ca. 200 Metern in die Kirchstraße einbiegen bis zum Treffpunkt; von dort kurze Weiterfahrt zum Exkursionsgebiet.

Dauer: Rückkehr am Nachmittag
So., 25.09.2016
Hilmar Wittenberg (Nienburg/Weser)
Die vielfältige und bunte Pilzwelt des Herbstes im Diensthop bei Dörverden (Landkreise Verden/Aller

Abwechslungsreiche und teils feuchte Waldtypen kennzeichnen die Forste um Diensthop, ein pilzkundlich bislang kaum bearbeitetes Gebiet. Nach Frühjahrs- und Sommeraspekt in den Vorjahren hoffen wir in diesem Jahr nun auf vielfältige Vorkommen typischer Herbstarten. Insbesondere wollen wir auf Vertreter der außerordentlich artenreichen Gattungen der Haarschleierlinge (Cortinarius) und Risspilze (Inocybe) achten und unsere Kenntnisse diesbezüglich erweitern. Bei der Frühjahrsexkursion vor zwei Jahren konnten wir mit Inocybe ochracea (Hüllresthütiger Risspilz) eine im Tiefland bislang nicht nachgewiesene Art dieser Gattung finden.
Rückkehr: am Nachmittag.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Höpen bei Diensthop (Diensthop);

Parkgelegenheit beim Wirtshaus in Diensthop. Anreise über A27 bis Verden/Nord, dort B215 über Verden, bis Dörverden und dort links Richtung Diensthop fahren.

Dauer: Rückkehr am Nachmittag
So., 06.11.2016
Bernt Grauwinkel (Berne)Jörg Albers (Tostedt)
"Küstenpilze" - Pilze an Deich- und Dünenrändern bei Berensch (Landkreis Cuxhaven)

Lepista personata
Lepista personata (Foto: Paffka, CC BY-SA 3.0)

Nährstoffarme oder extensiv beweidete Grasländer stellen ein Refugium für ansonsten seltene Pilzarten dar. Sind auch noch einzelne Gehölze, wie etwa Weiden, Espen oder Birken an den Standorten vorhanden, so stellen sich auch noch diverse Mykorrhizapilze ein.
Aufgrund des milden Klimas an der Nordseeküste ist gerade zu dieser Jahreszeit meist ein artenreicher Spätherbstaspekt zu erwarten. Vielleicht können wir nach sehr langer Zeit auch mal wieder den Maskierten oder Lilastieligen Rötelritterling (Lepista saeva bzw. L. personata) finden, der in diesem Jahr zum sogenannten "Pilz des Jahres" gekürt wurde. Er zählt aufgrund seiner Standortansprüche immer noch zu den stark rückläufigen Pilzarten.
Rückkehr: am Nachmittag.

NEU: Der Parkplatz beim Dünenhotel ist gesperrt. Stattdessen Berensch, Arenscher Straße, Parkgelegenheit bei den Glascontainern.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Berensch / In den Dünen (Cuxhaven-Berensch);

Parkplatz beim Dünenhotel. – Anreise über A 27 Richtung Cuxhaven bis Ausfahrt 3, dort auf K14 und L 135 über Oxstedt und Berensch bis Ortsteil "In den Dünen".

Dauer: Rückkehr am Nachmittag
So., 30.04.2017
Hilmar Wittenberg (Nienburg/Weser)
Was zeigt sich schon im Frühjahr? - Waldungen bei Ahausen.

Haus-Tintling
Haus-Tintling (Coprinellus domesticus), (Foto: Toffel, CC BY-SA 3.0)

Alte formenreiche Laubmischwälder, lichte Waldränder und Heckengesellschaften am Rande von Wümme und Ahauser Bach sind das Ziel der diesjährigen pilzkundlichen Frühjahrsexkursion. Schon Gustav Schatteburg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Wilhelm Syamken in den 1970er Jahren waren hier unterwegs, hinterließen jedoch nur kleinere Artenlisten. Dieses wollen wir nun „aufholen“ und zunächst sowohl nach holzbewohnenden Großporlingen als auch typischen Frühjahrs-Ascomyceten Ausschau halten. Besonderes Augenmerk soll aber auch auf die ersten auftretenden Blätterpilze des Frühjahres gelegt werden, wie z. B. Vertreter der artenreichen Gattungen der Faserlinge (Psathyrella), Tintlinge (Coprinus) und Rötlinge (Entoloma). Die Bestimmung dieser Arten gelingt im Feld meist nur bei wenigen Arten; eine mikroskopische Untersuchung ist häufig notwendig. Doch lassen sich bereits am Standort wichtige Erkenntnisse bezüglich rasch vergänglicher Merkmale oder auch Ökologie und Wuchsform gewinnen, so dass im Nachhinein schon so manch seltene Art entdeckt werden konnte.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Ahausen, Wümmeniederung (Ahausen);

Ecke Mühlenstraße/Ahauser Mühle.

Dauer: Rückkehr am Nachmittag
So., 06.08.2017
Jörg Albers (Tostedt)Bernt Grauwinkel (Berne)
Vom Blutroten Röhrling (Xerocomus rubellus) bis Ziegelrotem Täubling (Russula velenovskyi).

Die Region südlich von Bad Bederkesa gehört nach wie vor zu den mykologisch am schwächsten erforschten Gebieten des Weser-Elbe-Dreiecks, und das obwohl sich hier teils großflächige „Historisch alte Wälder“ befinden. Eher trockene, bodensauere Buchen(alt-)bestände im Grenzbereich von Geest und Marsch sind das Ziel unserer diesjährigen Exkursion zur warmen Jahreszeit. Die beiden oben genannten rothütigen Arten sind zwei „klassische“, schöne und in unserer Region häufige Vertreter der wärmeliebenden Mykorrhizapilze, die im Sommer bei genügend Feuchtigkeit ihre Hauptfruktifikationszeit haben. Vielleicht gelingt aber auch der ein oder andere seltene und ungewöhnliche Fund aus den Gattungen der Dickröhrlinge (Boletus) oder Risspilze (Inocybe)? Natürlich soll auch gründlich nach kleineren und unscheinbaren Asco- und Basidiomyceten gesucht werden.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Ringstedt (Ringstedt (Geestland));

An der Kirche; von dort kurze Weiterfahrt zum Exkursionsgebiet.

Dauer: Rückkehr am Nachmittag
So., 24.09.2017
Bernt Grauwinkel (Berne)
Violettstieliger Pfirsich-Täubling und Grüner Knollenblätterpilz

Diese beiden grünhütigen und flüchtig nur von oben betrachtet nahezu gleich aussehenden Pilzarten sind nur zwei Beispiele dafür, welche wir in dieser waldartigen Parklandschaft mit etwas Glück finden können. Zu dieser Jahreszeit ist es immer besonders spannend, was einen erwartet. Je nach wetterbedingtem Jahresverlauf können sowohl Sommer-, als auch Herbst- oder Spätherbstarten zu sehen sein; manchmal auch von allem etwas. Darunter sind auch verschiedene in Ihrem Bestand gefährdete Besiedler des alten Laubbaum-Bestandes, wie etwa die Eichenbewohner Leberreischling/Ochsenzunge (Fistulina hepatica) und Klapperschwamm (Grifola frondosa), die hier ebenfalls vorkommen.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Hunteniederung / Klosterruine Hude (Hude);

Parkplatz vor der Klosterruine Hude. – Anreise über die A 28 bis Ausfahrt 18 (Hude), über Vielstedter Straße bis Hude/Parkstraße und hier links und nach ca. 200 Metern in die Kirchstraße einbiegen bis zum Treffpunkt; von dort kurze Weiterfahrt zum Exkursionsgebiet.

Dauer: Rückkehr am Nachmittag
So., 29.10.2017
Anja Menkhaus (Bremen), Lasse Launhardt (Bremen)
Die vielfältige und bunte Pilzwelt des Spätherbstes im Barneführer Holz (Landkreis Oldenburg).

Abwechslungsreiche bodensauere Laubwaldgesellschaften (trockener Buchen- und Buchen-Eichenwald, feuchter Birken-Stieleichenwald und Weiden-Weichholzaue) kennzeichnen das Gebiet in der Hunteniederung. Wir hoffen auf vielfältige Vorkommen typischer Herbstarten. Insbesondere soll auf Vertreter der außerordentlich artenreichen, aber auch schwierigen Gattungen der Haarschleierlinge (Cortinarius) und Ritterlinge (Tricholoma) geachtet werden und unsere Kenntnisse diesbezüglich erweitern. Je nach Wetterverlauf kann zu dieser Jahreszeit auch schon mit vielen form- und farbschönen holzbesiedelnden Arten der Porlinge, Rindenpilze oder auch Pyrenomyceten gerechnet werden. Einige dieser Arten sind sehr häufig und können mit etwas Übung bereits im Felde angesprochen werden.

Treffpunkt: 10:00 Uhr, Huntlosen, Barneführer Holz (Huntlosen (Großenkneten));

Parkplatz am zentralen Verkehrskreisel.

Dauer: Rückkehr am Nachmittag